Sportpolitik – Worin sich die Parteien einig sind: Bessere Infrastruktur, stärkeres Engagement in den Schulen

 

Anlässlich der bevorstehenden Nationalratswahl baten Brenner&Company, Kunz  Wallentin Rechtsanwälte und die Österreichische Bundes-Sportorganisation zu einer Podiumsdiskussion. Vor rund 90 Gästen aus den Bereichen Sport, Wirtschaft und Politik legte Moderator Rainer Pariasek am Dienstag, 10. September 2019 den Fokus auf die Zukunftspläne der Parteien für den österreichischen Sport. Wie wollen sie ihn weiterentwickeln, wo soll der Hebel angesetzt werden? Es diskutierten: NRAbg. Hermann Krist (SPÖ), NRAbg. Petra Steger (FPÖ), NRAbg. Edith Kollermann (NEOS).

Dabei gab es in wesentlichen Punkten grundsätzliche Einigkeit. So stimmten die Diskutanten darin überein, dass der Sport besonders bei der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen ansetzen müsse. Einerseits, um die persönliche Entwicklung bestmöglich zu unterstützen, andererseits, um hier die Basis für möglichen Spitzensport legen zu können. Besonders wichtig für die Zukunft des heimischen Sports sei außerdem die Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen. Der Sport gehöre in die Schulen, die dort vorhandene Infrastruktur müsse besser genützt werden. Generell gab es ein Bekenntnis der Politik zum Ausbau der Sportinfrastruktur. Diesbezüglich sei eine politische Planung notwendig, betonten die Diskussionsteilnehmer.

Was die Öffnung der Schulsportstätten in schulfreien Zeiten betrifft, ist man sich übrigens parteienübergreifend ebenfalls weitgehend einig. Hier besagt eine aktuelle OMG-Studie, dass drei von vier Sportvereinen mit mehr Hallenzeiten weitere Bewegungseinheiten anbieten und damit die positiven Auswirkungen für Österreichs Bevölkerung noch erhöhen könnten.

BSO-Vizepräsident und ÖFB-Präsident Leo Windtner fasst die Anliegen des organisierten Sports folgendermaßen zusammen: „Der Sport sollte endlich einmal richtig eingeschätzt werden. Als Querschnittsmaterie bringt er vielfältigen Nutzen. Studien belegen die wertvollen Leistungen in Bereichen wie Gesundheit, Wirtschaft oder Integration. Ich bin daher der Meinung, dass ein eigenes Sportministerium angebracht wäre. Auch in Sachen Sportstätten vermisse ich ein Bekenntnis der Verantwortlichen. Und da spreche ich nicht nur von einem Nationalstadion, sondern generell von multifunktionellen Leistungszentren für viele unterschiedliche Sportarten.“